Eishockey-Wetten in der Schweiz 2026: Veranstalter, Quoten, Kosten
Ladevorgang...
Oktober 19, 2026 · Stand und Daten geprüft gegen die Gespa-Aufsicht und die Spielregeln von Swisslos Sporttip (Version 4.2) sowie die Angaben der Loterie Romande.
Wer in der Schweiz online auf Eishockey wetten will, stösst als Erstes auf eine ungewöhnliche Marktform: nicht eine Auswahl von zwanzig lizenzierten Buchmachern, sondern zwei Veranstalter, die das Parlament der Kantone seit dem Geldspielgesetz von 2019 ausdrücklich zugelassen hat. Swisslos mit dem Produkt Sporttip betreut die Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande mit Jouez Sport die Westschweiz. Wer dort wohnt, kann ein Konto eröffnen. Wer einen ausländischen Anbieter öffnet, tut das ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens, mit allen Folgen, die später zur Sprache kommen.
Wer online auf Eishockey wettet, setzt sich mit der Dynamik des Spiels, den Eigenheiten der Quoten und den Regeln für das eigene Spielerkonto auseinander. Von der Wahl des Veranstalters über die Unterschiede bei den Wettmärkten bis hin zu den steuerlichen Aspekten für Gewinne gibt es Punkte, die den Erfolg beim Wetten beeinflussen. Dieser Überblick führt durch die wichtigsten Grundlagen für ein informiertes Wettvergnügen.
Rechtslage: wer in der Schweiz Eishockeywetten anbieten darf
In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel und damit bewilligungspflichtig. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) zählt Sportwetten ausdrücklich zu den Grossspielen und verlangt für jeden Anbieter eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Spielbewilligung pro Spiel- oder Wettform. Aufsichtsbehörde ist seit dem 1. Januar 2021 die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Sie ersetzt frühere kantonale Aufsichten und führt heute auch die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Internetprovider per DNS blockieren.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das ist nicht der freie Wettbewerb, den Buchmacher-Landschaften wie Malta oder Curaçao zeigen, sondern eine bewusste politische Entscheidung: ein duales System, in dem die Reingewinne aus dem Spiel vollständig an die Kantone und an gemeinnützige Zwecke fliessen. Swisslos verteilte 2025 nach eigenem Geschäftsbericht einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe finanziert. Aus den Sportwetten allein stammten CHF 109 Mio., im Vorjahr CHF 122 Mio.
Swisslos mit Sitz in Basel ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft und führt ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Loterie Romande, die Société de la Loterie de la Suisse Romande, betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Beide Veranstalter haben eine gültige Bewilligung der Gespa.
Vertragsgebiet und Wohnsitzpflicht
Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto bei Swisslos lässt sich nur eröffnen, wenn der Wohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthalt in einem dieser Gebiete liegt, was bei der Registrierung per Ausweis und Adressabgleich kontrolliert wird. Wer im Kanton Genf wohnt, fällt in den Bereich der Loterie Romande; wer im Tessin, zu Swisslos. Wer ausserhalb der Schweiz lebt, hat bei beiden keinen Zugang.

Die Loterie Romande unterhält 221 Mitarbeitende und 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, mit Kontaktsitz in Lausanne. Sie ist, wie Swisslos, nicht primär Online-Anbieterin, sondern eine Lotterie- und Wettorganisation mit einem dichten Netz an physischen Verkaufsstellen. Online-Wetten laufen über jeux.loro.ch; die Spielregeln sind in Französisch, Deutsch und Italienisch verfügbar.
Folgen eines Kontos ohne Schweizer Bewilligung
Eine ausländische Bewilligung, gleich ob aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Staat, hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer dort wettet, tut es ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister und ohne Schweizer Rechtsschutz. Das anbietende Unternehmen kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, was eine DNS-Sperre durch Schweizer Provider auslöst; der Zugang wird in der Regel innerhalb von Stunden über Ersatzdomains wiederhergestellt, ein Katz-und-Maus-Spiel, das die Gespa dokumentiert.

Strafrechtlich wird nicht der Spielende verfolgt, sondern der Anbieter. Die BGS-Strafnormen sehen für das organisierte Anbieten ohne Bewilligung Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahren vor. In Verfahren gegen den Anbieter können aber Einsätze und Gewinne eingezogen werden, was bedeutet, dass das Geld, das auf einem ausländischen Konto liegt, im Ernstfall nicht zurückkommt.
Praktisch heisst das: ausländische Marken werben mit hohen Quoten, vielen Märkten, schneller Auszahlung. Das ist, nach Schweizer Massstab, kein Vorteil gegenüber Sporttip und Jouez Sport, sondern ein Umweg mit kalkulierbarem Risiko. Welche Marken in der Vergleichstabelle dieser Seite stehen, ist nicht als Empfehlung zu verstehen, sondern als Referenz, was auf dem Markt verfügbar ist und was davon in der Schweiz erlaubt wäre.
Spielerschutz: was die Schweiz den Spielenden vorschreibt
Die Schweiz hat den Spielerschutz nicht dem Anbieter überlassen, sondern in Bundesrecht und in der Verordnung zum Geldspielgesetz (VGS) geregelt. Drei Elemente prägen das Angebot von Sporttip und Jouez Sport: Verlustlimiten, eine Spielsperre und die Pflicht zur Identitätsprüfung.

Verlustlimiten und Einzahlungslimiten
Vor der ersten Teilnahme an einer Sportwette müssen Spielende bei Swisslos Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Obergrenze für volljährige Spielende liegt bei CHF 9’999, für Minderjährige bei CHF 1’000; bei einer Senkung greift die Limite sofort, eine Erhöhung wird aus Schutzgründen erst nach 72 Stunden wirksam. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Wer die Limits nicht selbst setzt, kann nicht spielen; das System verlangt eine aktive Erklärung.
Die Gespa schreibt das nicht nur in eigenen Erlassen, sondern prüft es auch. Sie führt Testkäufe durch und kontrolliert Verkaufsstellen. Bei einer Stichprobe im Jahr 2025 wurde in 47.5 % von 200 Fällen an Verkaufsstellen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist kein Nebenpunkt, sondern der Grund, warum die Online-Registrierung überhaupt funktioniert: weil dort die Ausweisprüfung einmal und dauerhaft erfolgt, statt an jeder Verkaufsstelle neu.
Spielsperre und Ausschlussregister
Die Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für Liechtenstein. Die Spielsperre schützt den Spielenden, hat aber auch eine Kehrseite: wer sich hat sperren lassen, hat während der Sperrdauer keinen Zugriff auf Gewinne, die vor der Sperre auf dem Konto lagen, und bei einer Aufhebung der Sperre gilt eine Sperrfrist von drei Monaten.
Die Gespa führt das Register und die Fachstelle, die bei einer Aufhebung eingeschaltet wird; eine freiwillige Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter aktiv anbieten. Das gilt für beide Schweizer Veranstalter gleichermassen und gilt in der Logik des Gesetzes auch für ausländische Anbieter, soweit sie Schweizer Spielende zulassen — was sie nach eigener Logik nicht tun dürften.
Identitätsprüfung, ein Konto pro Person, Achtzehn plus
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, Volljährigkeit und ein hochgeladenes Ausweisdokument, dessen Daten ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft werden. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Wer bereits gesperrt ist, wird abgewiesen. Wer unter 18 ist, hat keinen Zugang. Wer als Sportler an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten; eine Spielerin, die an einem Spiel des SC Bern mitwirkt, kann auf dieses Spiel keine Wette setzen.
Die Spielsperre, die Verlustlimiten und die Ausweisprüfung kosten den Anbieter Geld und Reibung. Sie kosten für die Spielenden Zeit für die Eingabe und ein paar Minuten bei jeder Auszahlung, die auf das eigene Konto gehen muss. Auszahlungen an Dritte oder an Krypto-Wallets sind nicht zulässig; das Geld geht auf das Konto, von dem es kam.
Live-Wetten und Cash-Out bei Sporttip
Das Eishockey ist für das Wetten während des Spiels eine eigene Disziplin: das Spiel ist in drei Drittel zu je 20 Minuten effektiver Spielzeit geteilt, mit Pausen dazwischen, was den Spielrhythmus und damit den Wettrhythmus vorgibt. Während die Uhr läuft, ändern sich die Quoten, der Wettschluss naht mit jedem Tor und jede Wette wird riskanter.
Wie Live-Quoten funktionieren
Eine Live-Wette wird mit fortschreitendem Spielstand neu bewertet: führt die Heimmannschaft mit zwei Toren, sinkt die Quote für ihren Sieg; gleicht sie aus, steigt die Quote für den Sieg wieder. Das ist die Mechanik jeder Live-Wette, beim Eishockey aber stärker als in den meisten anderen Sportarten, weil Tore häufig in Clustern fallen, das Powerplay Tore einbringt und ein Rückstand in den letzten Minuten noch aufgeholt werden kann. Die Quoten reflektieren diese Volatilität, und der Wettschluss verschiebt sich mit dem Spielstand.
Bei Sporttip sind Live-Wetten zulässig, vor und während des Spiels. Die Quoten erscheinen mit Verzögerung gegenüber dem tatsächlichen Spielstand, üblich sind wenige Sekunden. Wer in dieser Spanne wettet, akzeptiert diese Verzögerung; wer sie umgehen will, verliert nur die Möglichkeit, überhaupt zu wetten.
Cash-Out: was es kostet und was es bringt
Cash-Out erlaubt es, eine offene Wette vor dem Ende des Spiels zu schliessen und einen Betrag ausgezahlt zu bekommen, der unter dem möglichen Gewinn bei natürlichem Ausgang liegt. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, was bedeutet, dass ein Markt, der eben noch einen Cash-Out-Knopf zeigte, beim nächsten Blick wieder ohne dastehen kann.
Der Cash-Out-Betrag hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. In der Praxis heisst das: der angezeigte Cash-Out-Wert ist kein Versprechen, sondern ein Angebot, das beim Klick gilt. Wer auf den Knopf drückt, sichert sich den jetzigen Stand und verzichtet auf den möglichen Gewinn, der bei natürlichem Ausgang wartet. Wer noch zwei Minuten wartet, sieht womöglich einen besseren Cash-Out — oder einen schlechteren, je nach Spielverlauf. Die Mechanik ist eine Wette auf die Wette selbst, mit Quote.
Was Cash-Out kostet, ist die Marge, die der Anbieter in jeden angezeigten Wert einbaut. Sie ist nicht ausgewiesen, sondern im Wert enthalten. Wer seine Wette ohne Cash-Out bis zum Schluss durchspielt, sieht am Ende den Bruttogewinn und die Marge dahinter; wer Cash-Out nutzt, sieht einen kleineren Wert und eine grössere Marge.
Prognose und Strategie: warum kein Tipp sicher ist
Wer nach Eishockey-Wett-Tipps sucht, findet im Netz Heere von Seiten, die tägliche Prognosen verkaufen oder verschenken. Wer sich die Mechanik einer Prognose ansieht, sieht vier Bausteine: Form, Torstatistik, Heimvorteil und Quote. Aus diesen vier Bausteinen entsteht die Value-Wette, die Wette, deren Quote den vom Tip eigenen Buchcatching übersteigt. Was eine Value-Wette ist, wird im nächsten Absatz erklärt.
Form und Torstatistik
Form meint die jüngsten Ergebnisse einer Mannschaft, in der Regel die letzten fünf bis zehn Spiele, mit Blick auf Siege, Niederlagen, Tordifferenz und Powerplay-Ausbeute. Torstatistik erfasst die durchschnittliche Anzahl Tore pro Spiel, getrennt nach Heim und Auswärts, und die Häufigkeit von Über- und Unter-Toren-Märkten. Beide Faktoren für sich genommen sind unvollständig: ein Team kann in Form sein und trotzdem gegen einen körperlich überlegenen Gegner verlieren, oder umgekehrt aus einer langen Verletzungsserie mit Glück herauskommen.

Heimvorteil im Eishockey ist real, aber kleiner als im Fussball, weil das Spielfeld gleich gross und der Publikumstand oft vergleichbar laut ist. Was bleibt, ist die Vermeidung von Reisestrapazen und die Vertrautheit mit der eigenen Halle, der eigenen Kabine und dem eigenen Tor. Der Heimvorteil schlägt sich in einer Reduktion der Auswärtsquote nieder, die sich mit den letzten Saisons empirisch schätzen lässt.
Quote und Marge als Schlüssel
Die Quote eines Anbieters ist das Spiegelbild seiner Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, plus eine Marge, die er einbaut, um profitabel zu sein. Eine Quote von 2.10 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von etwa 47.6 %, eine Quote von 1.50 einer von etwa 66.7 %. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die vom Tip geschätzte Wahrscheinlichkeit über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt, also der Buchmacher die Ausgangs weniger wahrscheinlich einschätzt, als sie tatsächlich ist.
In der Praxis heisst das: der Tip schätzt, dass eine Mannschaft mit 55 % Wahrscheinlichkeit gewinnt, der Buchmacher bietet eine Quote von 1.90, was 52.6 % entspricht, dann hat der Tip einen Vorteil von 2.4 Prozentpunkten und die Wette einen positiven Erwartungswert. Die Marge des Marktes wird in diesem Fall über die impliziten Wahrscheinlichkeiten auf alle Ausgänge verteilt, und der Tip nimmt nur die Ausgänge, die überbewertet sind.
Wer jede Wette nach dieser Mechanik auswählt, hat einen erwarteten Vorteil gegenüber dem Buchmacher, der in der langen Frist einen kleinen Gewinn pro Wette ergibt. Wer stattdessen auf Lieblingsmannschaften oder auf Favoriten wettet, hat einen negativen Erwartungswert, weil der Buchmacher die Favoriten-Quoten so knapp setzt, dass die Marge fast den gesamten Vorteil frisst. Die Mechanik ist banal, die Disziplin, sie jeden Tag anzuwenden, ist es nicht.
Warum kein Tipp sicher ist
Eishockey ist ein Sport mit hoher Varianz: ein einziges Powerplay-Tor oder ein einziger Pfostenschuss kippt das Spiel, und die Heimmannschaft verliert. Wer auf einen Ausgang wettet, wettet auf eine Wahrscheinlichkeit, nicht auf ein Ereignis. Die Wahrscheinlichkeit kann 70 % sein, und trotzdem verliert die Wette in drei von zehn Fällen.
Diese Varianz ist der Grund, warum Tipp-Dienste im Netz funktionieren: sie zeigen eine Quote, die stimmt, sie nennen einen Ausgang, der häufiger eintritt als die anderen, und sie suggerieren durch Auswahl der letzten zehn Tipps eine Trefferquote, die nicht die Marge und nicht die langfristige Performance zeigt. Was sie nicht zeigen, ist die Verlustphase, in der die Tipps fünf Mal hintereinander falsch liegen, was bei einer 70 %-Quote statistisch etwa einmal in 250 Wetten passiert.
Ein Tipp ist ein Indikator, kein Versprechen. Wer nach Tipps wettet, ohne selbst die Wahrscheinlichkeit zu schätzen, zahlt am Ende die Marge des Buchmachers und die Marge des Tipp-Dienstes, der im Hintergrund mitverdient.
Wettmärkte und Quoten: was die Quote wirklich sagt
Eine Quote bei einem Buchmacher ist eine zweistellige Zahl mit einem Punkt: 2.10, 1.50, 3.40. Es kommt nur scheinbar nicht darauf an, was hinter der Zahl steht, denn jede Quote enthält eine Marge, und die Marge entscheidet, wie viel von jedem Einsatz beim Spielenden bleibt.

Dreiweg- und Zweiweg-Wetten
Beim Eishockey gibt es zwei grundlegende Marktformen. Die Dreiweg-Wette unterscheidet Sieg Heimmannschaft, Unentschieden nach regulärer Spielzeit, Sieg Auswärtsmannschaft. Sie ist die Form, die am häufigsten angeboten wird, weil sie den Ausgang der regulären Spielzeit abbildet. Die Zweiweg-Wette kennt nur Sieg und Niederlage, wobei das Unentschieden entweder als Verlust der Wette gewertet oder durch eine asiatische Handicap-Linie aufgelöst wird.
Welche Form besser passt, hängt davon ab, was der Spielende erwartet. Bei einem ausgeglichenen Spiel ist die Dreiweg-Wette die ehrlichere Form, weil sie drei Ausgänge zeigt. Bei einem Spiel mit klarem Favoriten ist die Zweiweg-Wette oft die rendere mit höherem Erwartungswert, weil die Quote auf den Sieg des Favoriten höher liegt als in der Dreiweg-Wette, in der das Unentschieden einen Teil der Quote trägt. Die Wahl ist mechanisch und hat nichts mit Bauchgefühl zu tun.
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Sieger nach regulärer Spielzeit endet also mit dem Ende des dritten Drittels, nicht mit dem Penaltyschiessen, das bei vielen europäischen Ligen den Ausgang entscheidet. Eine Wette auf den Sieger des Spiels, einschliesslich Verlängerung, läuft bis zum Penaltyschiessen. Wer das nicht unterscheidet, wettet auf einen Ausgang, den er nicht meint.
Über/Unter und Handicap
Über/Unter-Wetten setzen auf die Anzahl Tore im Spiel, mit einer Linie, die vom Anbieter festgelegt wird, etwa 5.5 Tore, 6.5 Tore. Über 5.5 gewinnt, wenn sechs oder mehr Tore fallen, Unter 5.5 gewinnt, wenn fünf oder weniger Tore fallen. Die Linie spiegelt die Einschätzung des Anbieters und seine Marge, sie ist nicht neutral.
Handicap-Wetten gleichen den Unterschied zwischen zwei Mannschaften aus: ein Favorit beginnt mit einem virtuellen Rückstand, ein Aussenseiter mit einem virtuellen Vorsprung. Bei einem Handicap von -1.5 auf den Favoriten gewinnt die Wette nur, wenn der Favorit mit zwei oder mehr Toren Unterschied gewinnt. Die Quote ist höher als auf den geradenen Sieg, weil das Risiko grösser zurechnet.
Diese Märkte sind nicht faul oder trivial. Sie sind die Form, in der ein erfahrener Spielender seine Aussage über ein Spiel ausdrückt, ohne sich auf eine Heimsieg-Prognose festzulegen.
Marge und Auszahlungsquote
Eine Quote ist eine inverse Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 2.10 entspricht 1 ÷ 2.10 = 47.6 %, eine Quote von 1.50 entspricht 1 ÷ 1.50 = 66.7 %. Die Summe dieser inversen Quoten über alle Ausgänge eines Marktes ist die Auszahlungsquote, der Anteil aller Einsätze, den der Markt bei neutralem Ausgang zurückzahlt. Die Differenz zu 100 % ist die Marge, der Anteil, den der Anbieter einbehält.
Für einen Markt mit drei Ausgängen, etwa Sieg Heimmannschaft 1.60, Unentschieden 4.00, Sieg Auswärtsmannschaft 5.50, ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.60 + 1/4.00 + 1/5.50) = 1 ÷ (0’625 + 0’250 + 0’182) = 1 ÷ 1’057 = 94.6 %. Die Marge ist 5.4 %. Auf lange Sicht behält der Anbieter von jedem Einsatz 5.4 Cent, der Spielende bekommt 94.6 Cent zurück, abzüglich der Gewinne, die auf die erfolgreichen Wetten gehen.
Bei einem Zweiweg-Markt mit ausgeglichenen Quoten, etwa 1.90 und 1.90, ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0’526 + 0’526) = 1 ÷ 1’052 = 95.0 %. Die Marge ist 5.0 %. Bei einem Markt mit 1.85 und 1.95 liegt sie etwas niedriger, bei 2.10 und 1.70 liegt sie höher, weil die Quoten weiter auseinanderliegen und das Risiko zugunsten des Anbieters verschoben ist.
Wer Quoten vergleicht, vergleicht Margen. Ein Anbieter, der auf einem Markt konsequent 94 % Auszahlungsquote zeigt, ist günstiger als einer, der 92 % zeigt; auf Dauer bedeutet das 2 % weniger Verlust pro Einsatz. Im Eishockey sind die Margen tendenziell höher als im Fussball, weil das Angebot kleiner und die Spielenden weniger preissensibel sind; Margen von 6 bis 8 % sind keine Seltenheit.
Rechenbeispiel: was die Quote aus einem Einsatz macht
Ein Beispiel macht die Mechanik greifbar. Einsatz CHF 50, Quote 2.10. Der Bruttogewinn ist CHF 50 × 2.10 = CHF 105, der Nettogewinn ist CHF 50 × (2.10 − 1) = CHF 55. Bei einer Kombinationsmengen aus drei Quoten, etwa 1.80 × 2.20 × 1.95, ergibt sich eine Gesamtquote von 7’722, der Nettogewinn aus einem Einsatz von CHF 50 ist CHF 50 × (7’722 − 1) = CHF 336.10. Das setzt voraus, dass alle drei Ausgänge eintreffen, was bei angenommenen Wahrscheinlichkeiten von etwa 55 %, 45 % und 51 % eine kombinierte Wahrscheinlichkeit von etwa 12.6 % ergibt, oder eine Wette, die in etwa acht von hundert Fällen gewinnt.
Wer auf acht solcher Kombinationen jeweils CHF 50 setzt, gibt CHF 400 aus. Bei einer angenommenen Trefferquote von 12.6 %, also etwa einem Gewinn, bekommt der Spielende CHF 336.10 zurück, plus die acht verlorenen Einsätze. Der Verlust ist CHF 63.90, was 16 % des Einsatzes entspricht. Diese Zahl ist nicht zufällig: sie ist die Summe der Margen auf den drei Märkten, die in den Quoten versteckt sind.
Wettbewerbe und Spielpläne: was im Angebot steht
Eishockey ist nicht ein Wettbewerb, sondern ein ganzer Kalender. Die Nationale Liga, die DEL, die NHL, die Weltmeisterschaft, die Champions Hockey League, die olympischen Spiele: jeder Wettbewerb hat eigene Regeln, eigene Pausen, eigene Playoff-Modi. Was im Schweizer Wettprogramm steht, hängt von der Gespa-Liste ab; was in ausländischen Wettprogrammen steht, hängt vom Anbieter ab.

Nationale Liga und Schweizer Club-Eishockey
Die Schweiz hat zwei Profiligen: die National League, ehemals NLA, mit zwölf Mannschaften, und die Swiss League, ehemals NLB, mit ebenfalls etwa einem Dutzend Mannschaften. Die National League ist die Liga, in der die grössten Clubs spielen, der SC Bern, der ZSC Lions, der HC Davos, der EV Zug. Die Saison läuft von September bis April, mit Playoffs im Frühling. Im Wettprogramm von Sporttip erscheinen Spiele der National League, der Swiss League, der Champions Hockey League und der WM, soweit die Gespa den Wettbewerb zulässt.
DEL: das deutsche Profilager
Die Deutsche Eishockey Liga wurde 1994 gegründet und war bei ihrer Gründung die erste deutsche Profiliga im Eishockey. Die DEL umfasst in der Saison 2026/27 14 Mannschaften; in den Saisons 2023/24 bis 2025/26 bestritt jedes Team 52 Hauptrundenspiele. In den Playoffs sind die ersten sechs der Hauptrunde direkt qualifiziert, die Plätze 7 bis 10 spielen eine Qualifikationsrunde um die restlichen zwei Plätze; Viertelfinale, Halbfinale und Finale werden seit 2013/14 im Modus Best of Seven gespielt.
Die Eisbären Berlin sind mit zwölf Titeln Rekordmeister der DEL und wurden 2026 deutscher Meister, das Finale endete 4:1 gegen die Adler Mannheim. In der Hauptrunde wird die Verlängerung seit der Spielzeit 2016/17 mit 3 gegen 3 gespielt, davor waren es fünf Minuten 4 gegen 4. Steht danach kein Sieger fest, entscheidet ein Penaltyschiessen, der sogenannte Shootout. In den Playoffs wird die Verlängerung mit voller Spieleranzahl gespielt und endet sofort bei einem Tor; es folgen Verlängerungen von jeweils 20 Minuten, bis ein Tor fällt, ein Penaltyschiessen gibt es in den Playoffs nicht.
Diese Regelunterschiede sind nicht für jeden Spielenden relevant, aber sie entscheiden, was eine Wette auf den Sieger nach regulärer Spielzeit bedeutet. In der Hauptrunde endet ein unentschiedenes Spiel nach 60 Minuten mit einem Penaltyschiessen, in den Playoffs endet es irgendwann in einer Verlängerung. Wer auf den Sieger nach regulärer Spielzeit wettet, wettet in beiden Fällen auf den Ausgang nach 60 Minuten, nicht auf den Ausgang des Spiels.
NHL, WM und weitere Wettbewerbe
Die NHL, die nordamerikanische Profiliga, spielt von Oktober bis Juni, mit den Stanley-Cup-Playoffs im Frühling. Sie ist der wichtigste Club-Wettbewerb im Welt-Eishockey und im Wettprogramm vieler Anbieter enthalten, bei Sporttip nur, soweit die Gespa die Spiele zulässt. Die A-Weltmeisterschaft, die jedes Jahr im Frühling stattfindet, nimmt seit 1998 16 Nationen teil, die in zwei Gruppen zu je acht Mannschaften spielen; die jeweils ersten vier jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, die Gruppenletzten steigen ab. Kanada ist Rekordweltmeister und gewann 2023 seinen 28. WM-Titel, Deutschland unterlag im Finale mit 2:5.
Die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) hatte 84 Mitgliedsverbände, Stand 2025. Die Bandbreite der Wettbewerbe, von der U18-WM bis zur Frauen-WM, ist gross; was im Schweizer Wettprogramm erscheint, ist eine Teilmenge, die Gespa festlegt.
Spielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen
Ein Eishockeyspiel besteht aus drei Dritteln mit je 20 Minuten effektiver Spielzeit, zwischen den Dritteln liegen meist 15 bis 18 Minuten Pause. Effektive Spielzeit heisst, dass die Uhr bei jeder Unterbrechung angehalten wird, anders als im Fussball, wo die Uhr weiterläuft. Ein Spiel dauert damit real etwa zwei Stunden, mit Pausen und Übertragungsintervallen. Beim Eishockey dürfen sich höchstens sechs Spieler je Mannschaft gleichzeitig auf dem Eis befinden, in der Regel fünf Feldspieler und ein Torwart. In Überzahl-, Unterzahl- oder verzögerten Penaltysituationen ändert sich diese Zahl.
Diese Spielstruktur ist für Wetten relevant, weil sie die natürlichen Bruchstellen definiert. Nach dem ersten Drittel steht das Spiel 0:0 oder 1:1 oder 2:0, je nach Spielverlauf, und die Quote für das Endergebnis verschiebt sich. Live-Wetten, die nach dem ersten Drittel platziert werden, haben eine andere Wertbasis als Wetten, die nach dem zweiten Drittel platziert werden, und wieder eine andere als Wetten, die in den letzten zwei Minuten platziert werden.
Rangliste und Vergleich: wer spielt mit, wer spielt nicht
Eine Rangliste der Schweizer Eishockey-Wettanbieter kann nur zwei Namen enthalten: Swisslos und Loterie Romande. Jeder weitere Name ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, der in der Schweiz nicht legal Eishockey-Wetten anbietet. Die Tabelle ordnet die Anbieter nach dieser einen Frage: haben sie eine Bewilligung oder nicht? Sie ordnet sie nicht nach Quote, nicht nach Auszahlungsgeschwindigkeit, nicht nach Bonus, weil diese Vergleiche für Spielende in der Schweiz keine Bedeutung haben, wenn der Anbieter keine Bewilligung hat.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung im Vergleich
Die folgende Tabelle ordnet die im Vergleich stehenden Anbieter nach Bewilligungsstand und bekanntem Veranstalter. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung; eine angegebene Lizenz entfaltet ihre rechtliche Kraft nur im ausstellenden Land. Für Schweizer Spielende heisst das: bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es keinen Anschluss an die Schweizer Spielsperre, keinen Schweizer Rechtsschutz und keine Schweizer Aufsicht, was bei Streitigkeiten über Auszahlungen oder Limits den Weg vor ein Schweizer Gericht ausschliesst.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Betscore | nein | nicht ausgewiesen |
| 1Bet | nein | nicht ausgewiesen |
| Playzilla | nein | nicht ausgewiesen |
| MrXbet | nein | nicht ausgewiesen |
| BetOnRed | nein | nicht ausgewiesen |
| Betify | nein | nicht ausgewiesen |
| bet365 | nein | nicht ausgewiesen |
| FortuneJack | nein | nicht ausgewiesen |
Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Frage, ob diese Anbieter im Einzelfall bessere Quoten, höhere Limits oder schnelleren Support bieten als die Schweizer Veranstalter. Sie zeigt nur, dass sie in der Schweiz nicht zugelassen sind. Wer aus diesen Anbietern einen auswählt, tut das auf eigenes Risiko und im Wissen, dass das Schweizer Schutzsystem nicht greift.
Die zwei Schweizer Veranstalter im Detail
Die folgende Übersicht stellt die zwei Schweizer Veranstalter gegenüber, in den Kategorien, die für Schweizer Spielende aus den Gesamtspielregeln und den Angebotsseiten hervorgehen.
| Kriterium | Swisslos Sporttip | Loterie Romande Jouez Sport |
|---|---|---|
| Verbreitungsgebiet | Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein | Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS) |
| Mindesteinsatz Einzel/Kombi | CHF 1 | CHF 1 |
| Höchsteinsatz Einzel/Kombi | CHF 1’000 | CHF 1’000 |
| Höchsteinsatz System | CHF 10’000 | CHF 10’000 |
| Mindestalter | 18 Jahre | 18 Jahre |
| Verlustlimiten | Pflicht (1, 7, 30 Tage), Obergrenze CHF 9’999 | Pflicht, kantonale und betreibereigene Werte |
| Cash-Out | online, voll, nicht für jeden Markt | online verfügbar |
| Auszahlung | auf das eigene Konto im Namen des Spielenden | auf das eigene Konto im Namen des Spielenden |
Die Werte, die nicht ausgewiesen sind, bleiben es auch in der Tabelle. Wer zu einem Punkt keine Auskunft geben kann, werden auf die Spielregeln des jeweiligen Anbieters verwiesen.
Anbieter im Profil: was die zehn Marken tatsächlich bieten
Die folgenden Profile geben wieder, was die jeweiligen Karten und die researchierten Fakten tragen. Sie sind keine Empfehlungen; sie sind eine Übersicht dessen, was auf dem Markt verfügbar ist. Bei den zwei Schweizer Veranstaltern stehen Bewilligung, Limits und Spielregeln fest; bei den acht ausländischen Marken steht fest, dass sie keine Schweizer Bewilligung haben, und es steht nicht fest, was sie im Einzelfall an Quoten, Limits oder Auszahlungszeiten bieten.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und einer der beiden Veranstalter, denen das BGS erlaubt, Sportwetten in der Schweiz anzubieten. Das Produkt Sporttip wird im Vertragsgebiet der Deutschschweiz, des Tessins und Liechtensteins geführt, mit einer Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung unter Aufsicht der Gespa. Wer hier wettet, wettet im Rahmen des Schweizer Schutzsystems, mit Verlustlimiten, Spielsperre und Auszahlung auf das eigene Konto.
Die Mindest- und Höchsteinsätze sind eng: CHF 1 als Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 als Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limits jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit höheren Einsätzen spielen will, hat im Inland keine Möglichkeit und im Ausland keine Sicherheit.
Verdienst dieses Anbieters: die einzige legale Form in seinem Vertragsgebiet, mit dem vollen Schutz des Schweizer Rechts, mit einer grossen Verbreitung über 2’350 Verkaufsstellen und einem dichten Online-Angebot. Schwäche dieses Anbieters: die engen Limits, die geschlossene Liste der Wettmärkte, die fehlende Auswahl an Anbietern und die nicht vorhandene Konkurrenz, was sich in tendenziell höheren Margen zeigt als auf einem offenen Markt.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande führt mit Jouez Sport das Produkt, das die sechs Westschweizer Kantone abdeckt. Die Kontaktform gibt hier Lausanne als Sitz, 221 Mitarbeitende und 2’350 Verkaufsstellen, also dieselbe Vertriebsdichte wie Swisslos. Auch hier gilt das Schweizer Schutzsystem mit Verlustlimiten, Spielsperre und Auszahlung auf das eigene Konto.
Im Vergleich zu Sporttip ist Jouez Sport eine alternative Marke unter demselben Dachaufsicht, mit eigener Spielregel- und Marktstruktur. Für Spielende in den Westschweizer Kantonen ist sie die einzige legale Form; für Spielende in den Deutschschweizer Kantonen ist sie keine Option, weil das Konto an den Wohnsitz gebunden ist. Die Märkte sind ähnlich, die Limits sind ähnlich, die Spielregeln sind im Detail anders.
Für wen dieser Anbieter passt: für Westschweizer Spielende, die auf Eishockey wetten wollen und einen Anbieter mit Schweizer Bewilligung suchen. Für wen er nicht passt: für Spielende mit Wohnsitz in der Deutschschweiz, weil sie sich dort nicht registrieren können.
Betscore, 1Bet, Playzilla, MrXbet, BetOnRed, Betify, bet365, FortuneJack
Diese acht Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung. Das anbietende Unternehmen darf in der Schweiz keine Sportwetten anbieten; tut es es doch, ist das organisierte Anbieten ohne Bewilligung nach Art. 130 BGS strafbar, mit Strafen bis zu fünf Jahren für den gewerbsmässigen Anbieter. Für Schweizer Spielende bedeutet das: kein Schutz durch die Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an die Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Gerichtsbarkeit bei Streit über Auszahlung oder Limits, und die Möglichkeit, dass die Gespa die Domain auf die Sperrliste setzt, wonach Schweizer Internetprovider den Zugang per DNS blockieren.
Was diese Anbieter im Einzelfall an Quoten, Limits, Märkten oder Auszahlungszeiten bieten, ist Sache ihres eigenen Angebots und ihrer eigenen Spielregeln. Es lässt sich aus der Schweizer Perspektive nicht beurteilen, ob ein bet365 mit UK-Lizenz im britischen Markt eine andere Aufsicht geniesst als im Schweizer Markt; die Tatsache, dass es keine Schweizer Bewilligung hat, bleibt davon unberührt. Für Spielende, die in der Schweiz wohnen und einen dieser Anbieter nutzen, gilt: sie spielen ausserhalb des Schweizer Schutzraums, mit dem Risiko, das die Gespa-Sperrliste jederzeit eintreten kann.
Für wen diese Anbieter passen: für Spielende, die einen Markt ausserhalb des Schweizer Schutzsystems suchen und das damit verbundene Risiko tragen. Für wen sie nicht passen: für Spielende, die im Inland auf Eishockey wetten wollen und dafür Sporttip oder Jouez Sport verwenden können.
Steuern, Werbung und Werbegrenzen
Die Schweiz hat keine Wettsteuer auf Einsätze, wie sie etwa in Deutschland oder Frankreich existiert. Was die ESTV, die Eidgenössische Steuerverwaltung, regelt, ist die Einkommensteuer auf Gewinne aus Grossspielen, die Sportwetten ausdrücklich einschliesst. Bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn sind Gewinne einkommensteuerfrei; darüber wird die Verrechnungssteuer von 35 % durch den Veranstalter abgezogen.
Der Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 auf Bundesebene; der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, weshalb die Frage, ob ein Gewinn steuerfrei ist, je nach Kanton anders beantwortet wird. Die meisten Wettenspielenden bleiben deutlich unter dieser Schwelle und haben weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer auf ihren Gewinnen zu zahlen. Wer die Schwelle überschreitet, deklariert den Gewinn in der Steuererklärung und kann die Verrechnungssteuer über die Veranlagung zurückholen.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter sie abzieht. Sie sind aber nach kantonalem Recht steuerbar; die kantonale Praxis in Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe. Wer dort wohnt und bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat eine andere steuerliche Lage als wer in einem Kanton wohnt, der ausländische Gewinne bis zum Freibetrag freistellt.
Die Werbung für Sportwetten ist in der Schweiz geregelt. Art. 74 BGS verbietet aufdringliche oder irreführende Werbung, sowie Werbung, die sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet. Werbung für in der Schweiz nicht zugelassene Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit Busse bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Was im Wettprogramm angeboten wird, ist im Rahmen dieser Bewilligungen.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost, was bedeutet, dass die Erhöhung nur dann zählt, wenn die Wette auf natürlichem Weg bis zum Ende läuft.
Berechnungsbeispiel: Marge eines ausgeglichenen Zweiweg-Marktes
Eine Wette auf einen Zweiweg-Markt mit zwei Ausgängen, etwa Sieg Heimmannschaft und Sieg Auswärtsmannschaft, mit ausgeglichenen Quoten, hat eine klare Mechanik. Nehmen wir die Werte 1.90 und 1.90, was ein fiktives Beispiel ist und kein zitiertes Preisniveau. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also 1 ÷ (0’526 + 0’526), also 1 ÷ 1.05263 = 0.9500. Das ist 95.0 %, was bedeutet, dass von jedem eingesetzten Franken 95 Rappen im Erwartungswert an die Spielenden zurückfliessen. Die Marge ist 100 % minus 95.0 %, also 5.0 %.
Auf 100 solcher Wetten zu je CHF 10 Einsatz bedeutet das: insgesamt werden CHF 1’000 eingesetzt, im Erwartungswert CHF 950 ausgeschüttet, was einen erwarteten Verlust von CHF 50 ergibt. Das ist die Marge, die der Anbieter im langen Schnitt pro CHF 1’000 Einsatz einbehält. Sie ist keine Gewinngarantie für den Anbieter, weil das Ergebnis jeder einzelnen Wette zufällig ist, aber sie ist die Höhe, um die der Anbieter das Angebot so kalibriert, dass er im Mittel auf diesem Markt gewinnt.
Für die Spielenden heisst das: wer auf einem Markt mit 5.0 % Marge wettet, verliert im Erwartungswert 5 Cent pro eingesetzten Franken. Das ist nicht vermeidbar durch Quote-Vergleich, weil auf einem Markt mit nur einem Anbieter kein Vergleich möglich ist. Es ist nur vermeidbar durch das Auswählen von Märkten mit tieferer Marge, was auf Sporttip und Jouez Sport nicht möglich ist, weil beide Veranstalter die Quoten selbst setzen und keine Konkurrenz haben. Wer eine andere Marge sucht, muss einen anderen Anbieter wählen, was in der Schweiz keine zugelassene Option ist.
Die Berechnung gilt als Bandbreite, nicht als Einzelpunkt. Eine Marge von 5.0 % ist eine Annäherung an einen typischen Zweiweg-Markt; im konkreten Spiel kann die Marge bei 4.5 % oder bei 5.5 % liegen, je nachdem, wie der Anbieter die Quoten kalibriert. Wer eine konkrete Marge für ein konkretes Spiel berechnen will, nimmt die effektiven Quoten, die der Anbieter zum Zeitpunkt der Wette zeigt, und rechnet mit ihnen die Auszahlungsquote aus.
Häufige Fragen zu Eishockey-Wetten in der Schweiz
Wie wettet man in der Schweiz auf Eishockey, und welche Veranstalter sind erlaubt?
In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten, gestützt auf das Geldspielgesetz zum Geldspielgesetz. Ein Online-Konto lässt sich nur mit Wohnsitz im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters eröffnen, also in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein für Swisslos, in den Westschweiz-Kantonen für die Loterie Romande. Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung wettet, tut dies ohne Legalisierungsrisiko zu vermeiden, weil die Schweiz seine Aktivität nicht anerkennt.
Zählt die Verlängerung bei einer Eishockeywette zur regulären Spielzeit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, ohne Verlängerung und ohne Penaltyschiessen. Wer auf den Sieger nach regulärer Spielzeit wettet, wettet auf den Ausgang nach 60 Minuten, nicht auf den Ausgang des Spiels. Das Wettprogramm weist ausdrücklich darauf hin, wenn eine Wette auch Verlängerung und Penaltyschiessen einschliesst. Wer das nicht unterscheidet, wettet auf einen Ausgang, den er möglicherweise nicht meint, vor allem in den Playoffs der DEL, wo das Penaltyschiessen entfällt und durch eine offene Verlängerung ersetzt wird.
Worin unterscheiden sich Dreiweg- und Zweiweg-Wetten bei den Quoten?
Die Dreiweg-Wette unterscheidet drei Ausgänge, Heimsieg, Unentschieden nach regulärer Spielzeit und Auswärtssieg. Die Zweiweg-Wette kennt nur zwei Ausgänge, wobei das Unentschieden entweder als Verlust der Wette gewertet oder durch ein asiatisches Handicap aufgelöst wird. Die Quote auf den Favoriten ist in der Zweiweg-Wette höher, weil der Unentschieden-Ausgang wegfällt. Welche Form günstiger ist, hängt von der Wahrscheinlichkeit des Unentschieden-Ausgangs ab, die im Eishockey niedriger ist als im Fussball.
Wie viel Marge steckt in Eishockey-Quoten, und wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Eine Marge von 5.0 % ist für einen ausgeglichenen Zweiweg-Markt mit Quoten um 1.90 ein typischer Wert, was eine Auszahlungsquote von etwa 95 % ergibt. Der Bruttogewinn aus einer Wette ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Kombination aus drei Quoten, etwa 1.80 mal 2.20 mal 1.95, ergibt sich eine Gesamtquote von 7’722, und der Nettogewinn aus einem Einsatz von CHF 50 ist CHF 336.10, sofern alle drei Ausgänge eintreffen.
Gibt es sichere Eishockey-Tipps, oder wie baut sich eine Prognose aus Form und Statistik auf?
Sichere Tipps gibt es nicht. Eine Prognose stützt sich auf vier Bausteine: Form, Torstatistik, Heimvorteil und Quote, und sie mündet in einer Value-Wette, wenn die geschätzte Wahrscheinlichkeit über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt. Die Varianz des Eishockeys ist hoch, was bedeutet, dass selbst eine 70 %-Quote in etwa drei von zehn Fällen verliert. Wer auf Tipps wettet, ohne selbst die Wahrscheinlichkeit zu schätzen, zahlt am Ende die Marge des Buchmachers und die Marge des Tipp-Dienstes, der im Hintergrund mitverdient.
Was darf gewettet werden?
Die Gespa führt eine geschlossene Liste der zugelassenen Sportereignisse, Wettbewerbe und Wettformen (Stand 10.09.2026). Was dort nicht steht, kann auch nicht angeboten werden. Das schliesst Eckstoss- oder Kartenmärkte aus, die im Fussball üblich sind, ebenso einen Esports-Bereich. Qualifikationsrunden sind nur dann verfügbar, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso. Rangwetten sind nur zulässig, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe sind tabu. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, fallen vollständig heraus.
Diese geschlossene Liste hat Folgen für das Eishockey-Angebot. Was die Gespa freigibt, kann gewettet werden; was nicht freigeben ist, fehlt im Wettprogramm. Anbieter im Ausland haben diese Einschränkung nicht und dürften Märkte zeigen, die in der Schweiz nicht erlaubt sind. Für Schweizer Spielende heisst das: ein Kontowechsel ins Ausland bringt nicht nur rechtliche, sondern auch inhaltliche Verschiebungen mit sich.
Zahlungen – hockeywetten
Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»
